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Malen mit Aquarellfarben für Anfänger:
Anwendungen, Techniken und Inspirationen

Faszination Aquarellfarben: Damit lassen sich zarte Farbverläufeintensive Farbschichten und tolle Effekte erzielen. Selbst Anfänger können Aquarellbilder in kürzester Zeit malen – vorausgesetzt, sie kennen die wichtigsten Techniken der Aquarellmalerei.

In diesem Kurs zum Malen mit Aquarellfarben zeigt dir unsere Künstlerin Nadja:
✔ Wie du vorgehst, wenn du mit Aquarellfarben malen lernen möchtest ✔ Wie du die Aquarellfarben richtig mischst ✔ Welche Techniken du beim Malen mit Aquarellfarben anwenden kannst

Ein Beitrag von Nadja

Kleiner Exkurs bevor es losgeht:

Was sind Aquarellfarben?

Aquarellfarben sind mit Wasser vermalbare, lasierende Malfarben. Sie bestehen grundsätzlich aus hochwertigen, fein vermahlenen Farbpigmenten, Füllstoffen, Bindemitteln, Konservierungsstoffen und Hilfsmitteln. Wenn es sich um flüssige Aquarellfarben handelt, beinhalten diese zudem einen Anteil Wasser. Mit Aquarellfarben lassen sich sowohl farbintensive Ergebnisse mit einer hohen Leuchtkraft und Farbbrillanz erzielen als auch durchscheinende, zarte Motive kreieren. Aquarellfarben bedienen die gesamte Klaviatur des Farbkreises, wodurch (Hobby-)Künstler realitätsnahe Aquarellbilder und farbenfrohe Kunstwerke malen können.

Mit Aquarellfarben malen:

Die Materialien

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Malen mit Aquarellfarben ist auch für Malanfänger kein Hexenwerk. Vor allem dann nicht, wenn man über das richtige Arbeitsmaterial verfügt. Das sind die Materialien, die du benötigst:

Aquarellpapier

Aquarellpapier:

Verwende unbedingt dieses spezielle Papier zum Malen mit Aquarellfarben, da die Grammatur, die Zusammensetzung und die Struktur des Papiers entscheidend sind, um schöne Aquarelleffekte erzielen zu können (Für Anfänger eignet sich kaltgepresstes Papier mit einer Stärke von mindestens 300g/m²). Eine Leinwand oder normales Papier ist hierfür nicht geeignet.

Aquarellfarbstift grau

Aquarellfarbstift:

Hiermit kannst du Vorzeichnungen und zarte Konturen anfertigen. Die Linien zerfließen, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen und sind somit hinterher nicht mehr sichtbar auf dem fertigen Bild.

STAEDTLER Aquarellfarben

Aquarellfarben:

Je mehr Aquarellfarben du zur Verfügung hast, desto mehr Ideen kannst du umsetzen. Am besten erstellst du eine Farbübersicht mit Abstrichen all deiner Farben, um einen guten Überblick zu erhalten, wie die getrockneten Farben auf Papier wirken.

3 verschiedene Aquarellpinsel

Aquarellpinsel:

Je nachdem, welche Formen du zeichnen möchtest, eignen sich Rund- sowie Flachpinsel am besten. Für lockere Blumen-Aquarelle eignet sich zum Beispiel der Rundpinsel in Größe 8 am besten. Wenn du feine Details setzen willst, kannst du den Rundpinsel in Größe 2 verwenden. Der Flachpinsel in Größe 8 ist gut für Hintergründe geeignet.

Wasserglas zum Aquarellmalen

Wasserglas:

Das Wasser solltest du regelmäßig tauschen, sobald es zu verfärbt ist.

Mischpalette

Mischpalette:

Hiermit kannst du unterschiedliche Farben miteinander oder einzelne Farben mit Wasser anmischen. Du kannst dafür auch einen Teller oder einen ähnlichen Gegenstand nehmen.

Papiertuch mit Pinseln und Aquarellprodukte

Papiertuch:

Darauf kannst du die Pinsel gelegentlich ausdrücken.

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Mit Aquarellfarben malen:

Mischverhalten und Maltechniken

Bei der Aquarellmalerei gibt es viele Techniken, die du anwenden kannst: Je nachdem, welche Farbe du wählst oder wie du diese kombinierst, kannst du verschiedene Ergebnisse erzielen. Und das selbst mit einer einzigen Farbe. Im folgenden Video gibt Nadja dir einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten. Egal, welche Technik dein Favorit ist, probiere dich einfach aus und experimentiere.

Nadjas Tipp:
Hab keine Angst davor, scheinbar Farben oder Papier zu verschwenden, denn nur durch Übung entwickelt man nach und nach ein Gefühl für das Zusammenspiel von Farben und Wasser.

Bevor wir loslegen und Nadja dir die 12 einzelnen Aquarelltechniken erklärt, erfährst du noch, wie du Aquarellfarben richtig mischst.

Aquarellfarben mischen

Beispiel einer Farbmischkarte für das Aquarellmalen

Da die Aquarellfarben aus der Tube viel intensiver aussehen als auf dem Papier, solltest du deine Farben vor dem Malen auf einem separaten Papier testen. Du kannst dabei Abstriche von allen Farben machen und so eine schöne Übersicht deiner Farben erstellen. Außerdem kannst du auch verschiedene Farben vormischen und auf deiner Farbübersicht testen. Diese selbst erstellte Farbmischkarte hilft dir dabei zu entscheiden, welche Aquarellfarben und Töne du für dein Motiv oder Bild verwenden möchtest. Folgendes solltest du vorab beachten:

  • Nutze zum Mischen der Farben am besten eine Palette.
  • Teste immer direkt, wie die angemischte Farbe auf dem Aquarellpapier aussieht.
  • Beachte, dass der Farbton nach dem Trocknen immer noch etwas heller wird.

So gehst du beim Mischen von Aquarellfarben mit Wasser vor:

  1. Gib etwas Farbe aus der Tube in das Näpfchen der Palette.
  2. Tauche den Pinsel in Wasser ein.
  3. Lasse etwas davon auf den Klecks Farbe tropfen.
  4. Gib etwas mehr Wasser dazu, wenn dir die Farbe noch zu intensiv ist.
  5. Gib etwas Farbe aus der Tube hinzu, wenn dir der Ton zu hell ist.
Aquarellfarben in einer Mischpalette mischen

Nadjas Tipp:
Starte lieber mit einer helleren Farbe: Man trägt beim Malen mit Aquarellfarben oft mehrere Schichten auf. Ist der Ton also zu hell, kannst du diesen nachträglich immer noch übermalen. Diese Vorgehensweise ist einfacher, als zu dunkle und getrocknete Farbe im Nachhinein wieder aufzuhellen.

Auf einer Art „Farbrezeptbogen“ kannst du übersichtlich sehen, welche unterschiedlichen Töne der Aquarellfarben du durch das Mischen der einzelnen Farben erzeugen kannst. Hier siehst du ein Beispiel, wie diese Farbmischkarte aussehen kann:

Farbpalette mit unterschiedlichen Tönen Aquarellfarben

Malen mit Aquarellfarben: Die 12 wichtigsten Techniken

Hier kannst du dir das Übungsblatt für die Techniken herunterladen:

Übungsblatt

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Aquarelltechnik „Flat Wash“: Blauer Farbverlauf in weißem Rechteck auf Papier

#1: Flat Wash

Das Ziel beim flächigen Lavieren oder dem Flat Wash ist es, eine gleichmäßige Farbschicht über die gesamte Fläche zu erzeugen. Das kann etwas schwierig sein, weil Aquarellfarben schnell trocknen. Wenn du zu langsam bist und der Rand deines Pinselstrichs trocknet, kannst du eine harte Linie bekommen, die du in deinem Bild nicht haben willst. Der Trick besteht darin, schnell mit den Aquarellfarben zu malen und die richtige Menge an Wasser und Farbe auf dem Pinsel zu haben. Der Pinsel sollte komplett mit Farbe benässt sein, aber nicht tropfen. Ein Tipp: Befeuchte den Pinsel mit sauberem Wasser, bevor du ihn in die Farbe tauchst.

Aquarelltechnik „Gradient Wash“: Blauer Farbverlauf von dunkel zu hell auf weißem Rechteck auf Papier

#2: Gradient Wash

Das Ziel bei der Gradient Wash Technik ist es, die Farbe langsam auszublenden, bis sie vollständig transparent ist. Du beginnst mit voller und dunkler Farbe an einem Ende und verdünnst sie, bis die Farbe fast oder ganz verschwunden ist.

Aquarelltechnik „Farbverläufe erstellen“: Blauer Farbverlauf hin zu Pink in einem Rechteck auf weißem Papier

#3: Farbverläufe

Farbverläufe sind einem Gradient Wash sehr ähnlich. Anstatt jedoch die Farbe bis zur völligen Transparenz zu verdünnen, zielt ein Farbverlauf darauf ab, zwei Farben sanft ineinander übergehen zu lassen. Bevor du beginnst, solltest du deine beiden Farben vorbereiten, indem du sie mit Wasser anmischst. Denk daran, dass der Schlüssel für schöne Farbverläufe darin liegt, zügig zu arbeiten und die zweite Farbe auf das Papier zu bringen, bevor die erste Farben getrocknet ist.

Aquarelltechnik „Nass-in-Nass“: Blaue und pinke Farbtupfer verlaufen in einem Rechteck auf weißem Papier

#4: Nass-in-Nass

Bei dieser Technik kommen die Farbpigmente der Aquarellfarben sehr gut zur Geltung. Befeuchte hierfür zunächst das Papier mit Wasser oder einer wässrigen Farbe. Tupfe nun die konzentrierte Farbe mit dem Pinsel auf die Fläche. Diese Technik ist eine der einfachsten und spaßigsten, die es gibt. Du kannst dich austoben, mit den Farben spielen und jedes Mal etwas völlig Einzigartiges und Unerwartetes schaffen.

Aquarelltechnik „Nass-auf-Trocken“: Blauer Farbverlauf und lila Zeichnung in einem Rechteck auf weißem Papier

#5: Nass-auf-Trocken

Diese Technik wird oft bei kleinen Motiven angewendet. Hierbei arbeitest du mit der nassen Farbe auf trockenem Aquarellpapier. Lasse die erste Schicht trocknen, danach kannst du die Farbe durch eine zweite Schicht intensivieren oder mit einer weiteren übermalen. Bei dieser Technik kannst du so gut verschiedene Mischungen erzeugen. Achte darauf, schnelle Pinselstriche zu verwenden, damit die darunterliegende Farbschicht durch das Wasser nicht wieder angelöst wird.

Aquarelltechnik „Trocken-auf-Trocken“: Blaue trockene Farbe granuliert in einem Rechteck auf weißem Papier vermalt

#6: Trocken-auf-Trocken

Diese Aquarell-Maltechnik setzt du um, indem du viel Farbe mit relativ wenig Wasser aufträgst. Den Farbauftrag führst du mit möglichst wenig Druck aus, sodass nur die höchsten Bereiche des Aquarellpapiers Farbe annehmen, während die tieferen Bereiche nahezu farblos bleiben. Damit diese Technik gelingt, solltest du ein stark strukturiertes Aquarellpapier wählen.

Aquarelltechnik „Colour Lifting“: Blauer Farbverlauf mit hellerem Motiv in der Mitte in einem Rechteck auf weißem Papier

#7: Colour Lifting

Beim Malen mit Aquarellfarben kannst du auch Farbe vom Papier entfernen, diese Technik nennt sich Colour Lifting. Hierbei „saugst“ du die Farbe mit Hilfe eines Pinsels wieder auf. Verwende diese Technik, um kleine Fehler zu beheben oder besondere Akzente in deinem Bild zu setzen. Es ist wichtig, dass der Pinsel hierbei beinahe trocken ist, nicht nass.

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Aquarelleffekte mit zusätzlichen Materialien kreieren

Aquarelltechnik mit „Salz“: Blauer Farbverlauf mit Salzkörnern in einem Rechteck auf weißem Papier

#8: Effekte mit Salz

Bemale eine beliebige Fläche mit Aquarellfarben und bestreue die gewünschten Bereiche mit feinem Stein- bis großem Meersalz. Entscheidend sind hier der persönliche Gusto sowie der Effekt, der erzielt werden soll. Lass die Farbe nun vollständig trocknen und entferne die Salzkörner vorsichtig. Da Salz Feuchtigkeit bindet, entstehen kristallähnliche Flecken mit ausgeprägten Wasserrändern.

Aquarelltechnik mit „Wattestäbchen“: Pinker Farbverlauf mit eckigen Mustern in einem Rechteck auf weißem Papier

#9: Effekte mit Wattestäbchen

Auch mit Wattestäbchen kannst du tolle Effekte in deinem Aquarellbild erzielen. Setze das Stäbchen einfach ein, indem du mit der Spitze sanft auf die nasse Farbe tupfst. Die Watte saugt sie auf und es entstehen schöne Muster, die du ganz so setzen kannst, wie du möchtest. Du kannst das Wattestäbchen auch in einen anderen Farbton tauchen und so gezielt einzelne Tupfer platzieren.

Aquarelltechnik mit „Folie“: Pinker Farbverlauf mit helleren Tupfern in einem Rechteck auf weißem Papier

#10: Effekte mit Folie

Bei dieser Technik legst du auf die nasse Farbe eine Folie auf (Alufolie, Plastikfolie oder Frischhaltefolie), die du dann leicht zusammendrückst. Lass die Folie auf der Farbe, bis sie angetrocknet ist, bevor du sie entfernst und alles vollständig trocknen lässt. Hiermit kannst du völlig willkürliche und schöne Musterungen auf der Fläche erzielen.

Aquarelltechnik mit „Papiertuch“: Pinker Farbverlauf mit helleren Tupfern in einem Rechteck auf weißem Papier

#11: Effekte mit einem Papiertuch

Verwende ein trockenes Papiertuch und tupfe oder verwische die noch nasse Farbe damit vorsichtig. So kannst du zarte Farben und weiche Farbverläufe kreieren.

Aquarelltechnik mit „Maskierflüssigkeit“: Pinker Farbverlauf mit Aussparungen in einem Rechteck auf weißem Papier

#12: Effekte mit Maskierflüssigkeit

Mit Hilfe dieser Flüssigkeit kannst du Flächen auf dem Papier frei lassen, das verleiht den Bildern Kontrast und erzeugt Akzente.

Meist besteht sie aus Latex und wird auch Rubbelkrepp genannt. Maskierflüssigkeit kann in jede beliebige Form gebracht werden und ist sowohl wasser- als auch farbabweisend. Sie lässt sich außerdem rückstandlos entfernen, wenn du mit dem Malen fertig bist.

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Aquarell zeichnen für Anfänger: Lass dich inspirieren

Male dein erstes Kunstwerk mit Aquarellfarben

Auf die Pinsel, fertig los – nun kannst du mit deinem ersten eigenen Aquarellbild starten und das Erlernte direkt anwenden oder ausprobieren!
In unserem Inspirations Tutorial zeigt dir Nadja, wie du mit einfachen Grundformen und -tupfern Motive wie Blüten und Blätter gestalten kannst. Wir haben dir dafür auch eine gratis Download-Vorlage zur Verfügung gestellt.

Wie du die Vorlage richtig auf das Aquarellpapier überträgst, erfährst du im Video auf unserer Seite zum Thema Aquarell malen für Anfänger.

Wie viele Details du hinzufügst, ist ganz dir überlassen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. In diesem Video zeigt dir Nadja, wie du acht Blumen mit Aquarellfarben malst. Du kannst diese zum Beispiel zu einem schönen bunten Strauß kombinieren, oder ein Muster damit zusammenstellen.

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Mixed Media Tutorial

Wie du die verschiedenen Aquarell-Produkte und Techniken in einem Aquarellbild kombinieren kannst, zeigt dir Nadja in diesem Video. 
Lade dir zuvor die Motiv-Vorlage herunter.

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Lass dich von den Kreationen anderer Künstler inspirieren:

Hast du dein erstes eigenes Bild erstellt, verlinke uns mit dem Hashtag #myDesignJourney auf Social Media!

Malen mit Aquarellfarben:

Die verwendeten Produkte in diesem Kurs

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Weitere benötigte Materialien:

  • Aquarellpapier
  • Mischpalette
  • Wasserbehälter mit Wasser
  • Papiertuch

Anleitungen zur Aquarellmalerei: Zu den weiteren Kursen