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11 Tipps die Natur mit Kindern zu erkunden

11 Tipps die Natur mit Kindern zu erkunden

11 Tipps für kleine Naturforscher
Unsere grüne Umgebung ist ganz schön spannend. Das Kindermagazin Tierfreund hat Ideen für spielerische Entdeckertouren in der Natur gesammelt:

Der Regenbogen

Lassen Sie Ihre Kinder möglichst für jede Farbe des Regenbogens ein Stück Natur finden. Zur Erinnerungsstütze können Sie einen gemalten Regenbogen mitnehmen. Die Funde werden auf einem einfarbigen hellen Tuch gesammelt. Später können sie wie ein Regenbogen der Farbe nach sortiert werden. Wer mag, versucht herauszufinden, worum es sich handelt – zum Beispiel ein Teil einer Blume oder eines Baums?

Wer krabbelt denn da?

Für diese Aktion brauchen Sie auch bei Sonnenschein einen großen Regenschirm! Außerdem ein weißes Tuch, ein Bestimmungsbuch für Insekten und eine Lupe.

Dann geht’s los: An einem Gebüsch breiten Sie das Tuch am Boden aus. Dann spannen Sie den Schirm auf und halten ihn umgekehrt an die Sträucher – so, dass beim Schütteln der Zweige ein paar Bewohner hineinplumpsen! Den zappelnden Inhalt vorsichtig auf das weiße Tuch rutschen lassen. Meist sind auch Pflanzenteile dabei; sortieren Sie diese einfach aus. Wie viele Tierchen sind auf dem Tuch gelandet? Nehmen Sie die Strauchbewohner unter die Lupe, beschreiben Sie die Tiere und schlagen Sie im Bestimmungsbuch nach, um welches Insekt es sich handelt. Gehen Sie dabei vorsichtig mit den Tieren um und setzen Sie sie im Anschluss unter die Böschung oder auf einen Zweig.  

Dokumentation

Dass wir alles sofort mit dem Handy fotografieren können, ist so praktisch! Noch vor 200 Jahren waren Naturforscher zugleich Künstler, denn nur mithilfe einer Zeichnung konnten sie ihre Entdeckungen festhalten und teilen. Warum es nicht mal genauso machen?

Ein Kunstwerk muss nicht herauskommen, aber ein Insekt, ein Blatt oder ein Baum haben ja einige typische Merkmale. Auf sie kann sich Ihr Kind konzentrieren: die Farbe, die Form, die Anzahl der Beine, ein besonderes Muster auf dem Rücken etwa. Alles aufmalen! Das trainiert die Beobachtungsgabe. Und die ist nicht nur für angehende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine wichtige Eigenschaft.

Baumringe zählen

Im Herbst werden viele Bäume gefällt. Dann bleiben oft Baumstümpfe stehen. An der Oberfläche der Stümpfe können Sie das Alter der Bäume ablesen. Jedes Jahr entstehen Wachstumsringe, weil der Baum an Umfang zulegt. Im Frühjahr ist der Ring hell, im Herbst dunkler. Es reicht also aus, die dunklen Ringe zu zählen.

Wenn es sehr viele sind, markieren Sie jeden zehnten Ring mit einer Stecknadel. Dicke Ringe zeigen ein gutes Jahr für den Baum an, schmale bilden eher magere Jahre ab.

Die Einsiedelei

Finden Sie mit Ihren Kindern einen abgelegenen Ort in der Natur: auf einer Obstwiese, einer Waldlichtung oder auf einer ruhigen Bank. Nun lässt sich jeder auf einer eigenen Sitzunterlage nieder und schließt die Augen. Die Augen können auch verbunden werden – das macht das Ganze aufregender!

Jetzt genau lauschen, was sich in der Umgebung abspielt. Was hören Sie: Wind, Vögel, vielleicht Autoverkehr? Eine Stoppuhr verkündet nach zehn Minuten das Ende. Dann treffen sich alle und tauschen sich über die Eindrücke aus.

Die Suchliste

Bei einem Ausflug im Wald finden Kinder ein planvolles Vorgehen spannend: Die Erwachsenen geben den Auftrag, einen Naturgegenstand mit bestimmten Eigenschaften zu finden. Sie können sich vorher Notizen dazu machen oder für die Kinder Listen zum Abhaken vorbereiten.

Es geht darum, etwas Krummes, etwas Langes, etwas Dickes, einen grünen, gewellten oder weichen Gegenstand zu finden. Sie und Ihre Kinder werden sehen: Es ist faszinierend, wie viele unterschiedliche Texturen, Farben und Formen es dort draußen gibt! 

Wissen über Wasser

Um sich die Bewohner eines Bachs oder eines flachen Gewässers genau anzusehen, brauchen Sie nicht viel. Nur einen Pinsel, einen Blumentopfuntersetzer, eine Becherlupe und ein Bestimmungsbuch.

Suchen Sie mit Ihren Kindern im ruhigen Uferbereich an Pflanzen oder Steinen nach Tieren. Mit dem Pinsel entnehmen Sie entdeckte Wassertierchen vorsichtig und setzen Sie sie in den Untersetzer, der mit Wasser gefüllt ist. Jetzt können Sie die Tiere genau betrachten und mithilfe eines Bestimmungsbuches einer Art zuordnen. Im Anschluss vorsichtig wieder ins Gewässer geben.

Spurensuche

Am Boden gibt es viel zu entdecken! Im Matsch hinterlässt jede Bewegung Spuren. In Ackernähe können Sie Spuren von Hunden, Katzen, Hasen oder Rehen finden. Wenn im Winter Schnee liegt, können Sie die Wege der Feldmäuse verfolgen.

Am Waldboden wird es noch interessanter. Natürlich gibt es hier ebenfalls jede Menge Pfoten- und Hufabdrücke. Außerdem können Sie sich mit Ihren Kindern fragen: Warum sind dort Schnee oder Erde bloß so aufgewühlt? Wo mag sich nun das Tier verstecken, das gerade noch an einem Fichtenzapfen oder diesem Pilz genagt hat? 

Baumexperte

Klar, auf den ersten Blick ist da ein Stamm; unten Wurzeln, oben Äste und Zweige. Aber: Baum ist nicht gleich Baum. Die Rinde unterscheidet sich bei den Arten häufig sehr; auch bei alten und jungen Bäumen gibt es dort große Unterschiede. Das kann man besonders gut mit einem Blatt Papier und einem Bleistift erfahren: Das Blatt auf den Stamm legen und dann mit einem weichen Bleistift drüberschraffieren. So wird die Rindenstruktur sichtbar. Nebeneinandergelegt können Sie die Rinde verschiedener Bäume super vergleichen.

Rätselhaft

Alle sammeln zwei bis drei möglichst verschiedene Blätter und prägen sich das Aussehen genau ein. Dann werden die Blätter in einem Stoffbeutel gemischt und einzeln entnommen. Wer erkennt „sein“ Blatt wieder – und woran? Daheim können bei unbekannten Blättern noch Form und Farbe mit Abbildungen aus dem Internet abgeglichen werden, um mehr über die zugehörige Baumart zu erfahren. Das Wiedererkennungsspiel kann auch mit Steinen oder am Strand mit Muscheln durchgeführt werden!

Naturkunst

Als Künstler im Wald haben Sie und Ihre Kinder die große Auswahl: Baumzapfen, Rindenstückchen, Gräser, Schneckenhäuser – alles lädt zu kreativen Schöpfungen ein!
Ob Sie die Zapfen zu einem Herz legen oder einen Schneckenstau entstehen lassen, oder aus verschiedensten Materialien einen Waldgeist zusammensetzen… die Möglichkeiten sind unendlich. Machen Sie im Anschluss Fotos, denn beim nächsten Besuch der „Ausstellung“ dürfte das Werk wahrscheinlich dank der Witterung in Auflösung begriffen sein.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Mehr Tipps zum Erforschen der Natur findet Ihr im Kindermagazin Tierfreund des Sailer Verlags. Der Tierfreund verpackt Wissen rund um Tier und Natur in spannenden Reportagen – für Kinder ab 9 Jahren. Obendrauf gibt’s Rätsel, tierische News und atemberaubende Bilder. Mit Tierfreund lernt Ihr Kind spielerisch, wie wertvoll und schützenswert unsere Erde ist! Erfahren Sie mehr über das Kindermagazin:

Kindermagazin Tierfreund

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